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Das Alphabet für Eltern

Das Alphabet für Eltern

Laissez-faire, autoritär oder doch lieber demokratisch? Geht es um Kindererziehung, scheiden sich die Geister. Doch für welchen Erziehungsstil auch immer unser Herz schlägt, es gibt Situationen, die sich ähneln und in denen wir uns als Mütter und Väter wiedererkennen.

Unser Alphabet führt dich durch die Höhepunkte und kleinen Turbulenzen des Elternseins und stützt sich dabei auf unsere liebsten ABC-Poster fürs Kinderzimmer.

A steht für Affentanz. Wenn die Kleinen wieder wie die Äffchen toben, springen oder kreischen, heißt es: Ruhe bewahren und tief durchatmen.

B steht für Banane. Gesunde Ernährung ist das A und O und die gelben Früchte sind nicht nur reich an Vitamin B, sondern eignen sich auch hervorragend als Zwischendurch-Snack bei Familienausflügen.

C steht für Clown. Bei Schürfwunden oder dem Verlust des geliebten Hamsters helfen manchmal nur Grimassen oder Witze, um ein trauriges Gesicht wieder zum Lachen zu bringen.

D steht für Drachen. Kinder lieben entführte Prinzessinnen, feuerspeiende Fabelwesen und wilde Piraten. Bring ihre Fantasie mit mystischen Gutenachtgeschichten zum Fliegen.

E steht für Ententeich. Der Sonntagsausflug gehört zu den Highlights des Wochenendes. Hier können Tiere bestaunt, Pflanzen betastet und Steine gesammelt werden.

F steht für Fernsehen. Cartoons und Märchenfilme sind erlaubt – aber alles in Maßen. An der frischen Luft und mit Geschwistern oder Freunden spielt es sich doch viel schöner als vor einer flimmernden Mattscheibe.

G steht für Genie. Weil wir Eltern immer finden, dass unser Zögling der/die Schönste und Klügste von allen ist – und das ist auch gut so.

H steht für Hund. Bernhardiner oder Mops: Mit niemandem lässt sich besser toben und schmusen als mit dem vierbeinigen Familienmittelpunkt, der sich nachts am Fußende des Bettes einrollt und die Kleinen vor bösen Träumen beschützt.

I steht für Individuum. Jeder Mensch ist einzigartig – nimm die Ecken und Kanten deines Sprösslings an, denn durch sie wird es besonders und damit umso liebenswerter.

J steht für Jauchzen. Gemeinsames Lachen und Kichern macht nicht nur glücklich, sondern bringt auch dein inneres Kind zum Vorschein.

K steht für Katze. Hundehaarallergie? Kein Problem, denn auch Schmusetiger eignen sich wunderbar als Spielkameraden.

L steht für Liebe. Kuscheln, Zuspruch, Lob: Zeig deinem Sprössling, wie stolz du auf ihn bist – die beste Grundlage für ein gesundes Selbstbewusstsein.

M steht für Mut. Manchmal müssen Kinder auf Bäume klettern oder von Mauern springen, um sich auszutesten und ihre Tapferkeit zu beweisen – auch wenn wir sie am liebsten immer in weiche Decken hüllen und so vor Brüchen und blauen Flecken beschützen würden.

N steht für Nein. Auch passionierte Ja-Sager müssen lernen, Nein zu sagen, wenn die Kleinen nach der dritten Kugel Eis fragen.

O steht für Oma und Opa. Bei den Großeltern werden unsere Kinder nach allen Regeln der Kunst verwöhnt, dürfen länger aufbleiben und süße Leckereien naschen. Am besten beide Augen zudrücken, denn vielleicht hast du ja selbst mal Enkel.

P steht für Privatsphäre. Elternsein ist ein 24-Stunden-Job. Aber nimm dir auch mal Zeit für dich, deinen Partner oder Freunde. Das lädt die Akkus wieder auf.

Q steht für Quarantäne. Geschwindelt, das Geschwisterchen geärgert oder wieder den Schlüssel verbummelt? Manchmal hilft ein bisschen Hausarrest beim Nachdenken über Fehlverhalten.

R steht für Rummel. Achterbahn, Kettenkarussell und dazwischen einmal Büchsenwerfen – das lässt Kinderherzen hüpfen.

S steht für Senf. Den müssen die Kleinen nämlich immer dazu geben. Neunmalkluge treffen hier auf Immer-das-letzte-Wort-haben-Woller und treiben uns Eltern damit unbeabsichtigt zur Weißglut.

T steht für Träumen. Kindsein bedeutet sorglos sein. Lass deinen Liebling träumen, fantasieren und auch mal Unsinn reden.

U steht für Ungeduld. Ganz schnell und am besten sofort: Erkläre deinen übereifrigen Knirpsen in Ruhe, dass manche Dinge eben einfach Zeit brauchen.

V steht für Vertrauen. Hab Vertrauen in dich selbst und deine Fähigkeiten. Auch Eltern machen Fehler und lernen buchstäblich immer mehr dazu.

W steht für Wasser. Ob Wanne, Freibad oder Mittelmeer – deine Miniversion liebt Planschen. Also so oft es geht, Schwimmflügel und Kühltasche einpacken und mit ihr an den nächsten See fahren.

X steht für Xylophon. Nicht jeder muss Konzertpianist werden. Auch Blockflöten, Trommeln oder Xylophone eignen sich für musikalische Früherziehung. (Ohrstöpsel helfen, wenn der kleine Musikus dann doch nicht ganz so begabt ist.)

Y steht für Yin und Yang. Du und dein Kind sind zwei stark miteinander verbundene Gegenpole. Mal zieht ihr euch an, mal seid ihr konträr, aber ein Leben ohne einander ist unvorstellbar.

Z steht für Zeit. Genau die solltest du dir nehmen, denn dein Sprössling ist es mehr als wert.

Lust auf mehr Buchstabensalat? Dann lass dich von unserer Auswahl an ABC-Postern inspirieren und gestalte das Kinderzimmer deiner Kleinen mit kulinarischer oder tierischer Deko.

Text: Laura Veneklaas

Übersetzung: Ina Schulze

 
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