Portrait-, Food- und Reisefotografie sind die Schwerpunkte von Christoph Abatzis. Der frühere Grafikdesigner strebt auch beim Fotografieren immer nach Perfektion und schätzt besonders, dass er mit der Kamera Momente für die Ewigkeit einfangen kann. Warum ihn Berlin inspiriert, wo er seine Motive findet und warum Grafikdesign und Fotografie einander gut ergänzen, verriet er uns bei einem Drink.

Was trinkst du am liebsten zur Happy Hour?

Also ich bin eigentlich überhaupt kein Happy Hour-Typ. Aber falls ich mich mal zu einer verirren würde, wäre mein Getränk der Wahl wohl zur Zeit Pisco Sour! Nur steht der leider oft nicht auf der Karte.

 

Du lebst in Berlin. Inwiefern beeinflusst die Stadt deine Arbeit?

Berlin pulsiert, inspiriert und steht niemals still. Ich glaube das ist der größte Effekt, den Berlin auf mich hat. Man sieht und erlebt jeden Tag soviel, dass 24 Stunden niemals ausreichen, ob es nun im Vorbeifahren ist oder in den sozialen Netzwerken. Es entsteht einfach leicht das Gefühl, nicht gut genug zu sein oder etwas zu verpassen. Es ist also Inspiration und Druck zu gleichen Teilen.

 

Du nimmst gerne wilde Tiere, eindrucksvolle Landschaften und schöne Frauen vor die Linse. Welches ist dein Lieblingsmotiv und warum?

Wirklich schwer. Ich glaube, mit Menschen zusammen zu arbeiten ist am spannensten und herausfordernsten, aber ich genieße auch die Stille, wenn ich ganz für mich allein bin und einfach nur auf einen bestimmten Moment warte.

 

Vom “Trollstigen”, einer der bekanntesten Touristenstrecken in Norwegen, bis zu tropischen Palmen: Du fotografierst Umgebungen, die sich sehr stark von einander unterscheiden. Erzähl uns ein bisschen was über die Orte, an die du für deine Arbeiten reist.

Manchmal versuche ich einfach das Angenehme mit dem Notwendigen zu verbinden und verknüpfe Jobs und Freizeit. Nicht alle Bilder entstehen für Jobs oder Kunden.

Sehr oft sogar halte ich die Dinge nur für mich persönlich fest. Dass ich diese dann später veröffentliche, steht zum Zeitpunkt der Aufnahme gar nicht fest. Die Orte, an die ich reise, bestimme ich also auch manchmal selbst. Dann gerne exotisch und landschaftlich spektakulär.

 

Manchmal sind deine Aufnahmen leuchtend und lebendig, manchmal dunkel und mysteriös. Inwiefern spiegelt sich das in deiner Persönlichkeit wider?

Eigentlich gar nicht. Ich bin nicht so launisch, wie die Frage vielleicht vermuten lässt. In meinen Bildern versuche ich oft einfach nur eine bestimmte Stimmung einzufangen, die gerade herrscht, aber nicht unbedingt in mir.

Du bist nicht nur Fotograf, sondern auch Grafikdesigner. Wie gut ergänzt ein Bereich den anderen?

Ziemlich gut. Es geht ja in beiden Fällen um bestimmte Kompositionen, Farbgebungen oder Stimmungen. In der Anwendung kommt das eine sowieso oft nicht ohne das andere aus. Leider kommt die Arbeit als Grafikdesigner gerade viel zu kurz! Der Job als Fotograf nimmt mich zu sehr ein.

 

Was ist deine größte Inspirationsquelle und warum?

Ich habe mich lange gegen Instagram gewehrt, weil ich einfach keine Lust auf noch ein soziales Netzwerk hatte, aber was einige Leute da veröffentlichen ist schon großes Kino.

Welche Musik oder welcher Künstler läuft bei dir gerade rauf und runter?

Generell bestimmen Techno und elektronische Musik meine Playlists. Gerne auch mal Old School Rap oder 80's-Sachen. Track der Stunde: Higher Level (Bicep Remix).

 

Pflanzen oder Tiere?

Pflanzen, die laufen nicht weg wenn man sie fotografieren will.

 

Danke, Christoph!

 
 
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